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Ergebnisse

Die Hochrechnung der Pflegeheim-sensitiven Krankenhausfälle auf ganz Deutschland wird zur besseren Veranschaulichung in einem Online-Tool interaktiv dargestellt. Das Tool besteht aus zwei Hauptkomponenten: Zum einen ein übersichtliches Portfolio in Form eines Blasendiagramms der PSK-Fälle gruppiert je nach Organsystem und zum anderen eine detaillierte und sortierbare Auflistung aller 58 PSK-Fälle. In der Darstellung werden pro PSK-Diagnose gezeigt: „Anzahl Krankenhausfälle“, „Durchschnittliche Krankenhauskosten pro Fall“ und „PSK-Präventionspotenzial Gesamtausgaben“. So kann der Nutzer schnell und unkompliziert einen Überblick über die PSK-Diagnosen bekommen und sie untereinander vergleichen.

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Befragungsrunden

Mithilfe eines anonymisierten Online-Fragebogens wurden ca. 100 Expert:innen zweimal befragt. Die ausgewählten Krankenhausentlassungsdiagnosen wurden durch die Expert:innen auf ihr PSK-Präventionspotenzial, unter guten Bedingungen zukünftig im Pflegeheim behandelt werden zu können, eingeschätzt. Bei einigen Diagnosen gab es aber Diskussionsbedarf, der bei einem Experti:innenworkshop geklärt wurde.

Expert:innen-Workshop

In einem vorstrukturierten, qualitativen Workshop hat eine Reihe von Expert:innen die Ergebnisse der Befragungsrunden abschließend bewertet. Alle Diagnosen mit einem Potenzial von über 70 Prozent wurden in der Liste der Pflegeheim-sensitiven Krankenhausfälle zusammengeführt. Darauf aufbauend diskutierten die Expert:innen über mögliche Interventionen sowie Handlungsempfehlungen, um zukünftig Krankenhauseinweisungen von Pflegeheimbewohner:innen vorzubeugen.

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Kurzgutachten

Sechs Expert:innen aus den Bereichen der Geriatrie, der Allgemein- bzw. Familienmedizin, der Pflegewissenschaften, der Rechtswissenschaften, der Pharmakologie und der Gesundheitssystemforschung haben zu den Erkenntnissen aus Befragungsrunden und Workshop Gutachten erstellt. Der Fokus lag darauf, Interventionen und Handlungsempfehlungen zur Verringerung der Krankenhauseinweisungen von Pflegeheimbewohner:innen zu entwickeln. Rahmenbedingungen und Hürden bei der Umsetzung der Empfehlungen wurden dazu aus verschiedenen Sichtweisen dargestellt.

Auf einen Blick: Über 100 Diagnosen wurden aufgrund der GKV-Routinedaten ausgewählt, da sie unter Pflegeheimbewohner:innen häufig auftraten. Bei etwa der Hälfte der ICD-Diagnosen gaben die Expert:innen an, dass diese unter guten Bedingungen zum großen Teil im Pflegeheim behandelt werden könnten.